„A“ wie „Aufmerksamkeit“, „e“ wie „elf“

Ist es euch schon aufgefallen? – Heute ist ein besonderer Tag. Wenn man es komplett ausschreibt und danach laut liest, hört es sich sogar ein bisschen lustig an: Heute ist der elfte elfte zweitausendundelf.
Viele Menschen werden auf diesen Tag gewartet haben, denke ich. Viele von ihnen, um an diesem besonderen Tag zu heiraten. Andere, vor allem in der Region am Rhein, um endlich wieder in Kostüme schlüpfen zu können und sich zu schminken. Pünktlich um elf Uhr und elf Minuten beginnt hier die Zeit des Karnevals. Diese endet dann traditionell immer nach den Straßenzügen im Frühjahr und an einem Tag, der hier Aschermittwoch genannt wird. Die Straßenzüge, ihr müsst euch diese wie eine lange Parade vorstellen, werden von Einheimischen und einer Menge Touristen in vielerlei Kostümen und Maskierungen begleitet. Den Höhepunkt bildet der Zug am Rosenmontag, der auch von vielen Wagen begleitet wird, die politische Themen des Jahres und gesellschaftliche Ereignisse in Form von großen Figuren und ironischen Sprüchen auf ihren Ladeflächen mit sich führen. Was werden sie wohl am kommenden Rosenmontag präsentieren?


(Quelle: youtube / „無知の知“ von 6MCs REVAMP)

Im Jahre 2011 gab es viele Menschen, die sich zusammenschlossen, gemeinsam gegen etwas kämpften oder sich für etwas einsetzen, um etwas zu verändern. Die Gründe waren in vielen Ländern so unterschiedlich wie die Resultate. Auch in diesem Jahr gab es weltweit wieder Naturkatastrophen, Aufstände, Unruhen und Kriege. Demonstrationen fanden auch vielerorts statt. Die Menschen schlossen sich zusammen, um auf sich und ihre Unzufriedenheit, Probleme und Missstände aufmerksam zu machen, die nie einen, sondern meist eine Menge Menschen betreffen und Auswirkungen auf weitaus mehr haben könnten. Das Jetzt für die Zukunft zu verändern, so fasse ich es an dieser Stelle zu zusammen, ist das Ziel der Leute.
Katastrophen und ihre Konsequenzen, egal, ob diese sich aufgrund menschlicher Fehler zeigten oder die Natur diese hervorrief: Immer mehr und immer deutlicher ist zu sehen und nachzuvollziehen, dass diese Auswirkungen sich nie allein auf den Ursprungsort beschränken. Die Katastrophe von Fukushima, übrigens ist auch hier eine „elf“ im Datum, führte in vielen Ländern zu Reaktionen. Angst, Unwissenheit und Unsicherheit standen am Anfang, gefolgt von breiterer Wahrnehmung weltweit und dem Zusammenschluss von Menschen, um zu demonstrieren. Hier in Deutschland wurde kurz nach der nuklearen Katastrophe aufgrund der öffentlichen Meinung und dem Wirken der Menschen, die gemeinsam vorgingen, erreicht, dass die Laufzeit der deutschen Kernkraftwerke bis 2022 befristet sein soll.
Dieser Artikel wird am 11.11.2011 um 11:11 Uhr veröffentlicht. Das eingefügte Video habe ich ausgesucht, weil es mit einer Laufzeit von elf Minuten und elf Sekunden angezeigt wird. Es wurde von vielen Menschen gemacht, um viele Menschen zu erreichen und so auf den radioaktiven Müll und seine Verschiffung aus Japan, sowie die Wiederaufarbeitung in anderen Ländern aufmerksam zu machen. Das Projekt stammt bereits aus dem Jahre 2006. Wer mehr darüber erfahren möchte, klickt bitte auf einen der vielen Links, die unter dem Video angegeben sind. Das im Video immer wieder auftauchende Symbol des Seils halte ich für sehr aussagekräftig: Wir ziehen alle an einem Strang.

Hoffen wir, dass 2012 ein ruhigeres Jahr mit weitaus weniger Katastrophen werden wird und mehr positive Nachrichten in den Medien präsentiert werden.

Na, wippt ihr eure Köpfe schon im Rhythmus des Liedes?

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