„P“ wie „Prost“, „s“ wie „sagen“

Nicht vor Ort, doch irgendwie dort

Gern wäre ich live beim stARTcamp Ruhr York 2016 in Dortmund dabei gewesen, was sich leider nicht deichseln ließ. Meine Hashtags bei der Vorstellungsrunde wären #Heimatheimweg, #werdeichjemalswiedereinnichtmüderpapasein und #nunauchmeinbier gewesen. Mit dem letzteren hatte ich vor, eine spontane Session zum Thema „Bier in Japan“ anzubieten.

Diesen Gedanken trug ich mit mir rum, seit ich den Veranstaltungsort und  Themenbezug der Veranstaltung vor Augen hatte. Nun sitze ich gerade auf den letzten Drücker hier, um zumindest eine kleine Präsentation für die Teilnehmenden in diesen Post zu bekommen, der ein paar Eindrücke visueller und akustischer Art zu dem Getränk vermittelt, welches sich auch in Japan großer Beliebtheit erfreut. Wenn ihr den Text bis hierhin gelesen habt, bedeutet es, dass ich wohl auch geschafft haben werde, einige Inhalte zusammenzufassen und einzupflegen. Es handelt sich um eine unterhaltsame Zusammenfassung von Inhalten, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Korrektheit erhebt. Vielleicht erhält der ein oder andere Anregungen, oder der Beitrag gibt Impulse für eigene Ideen.

Ein kleiner Exkurs in die Geschichte

Was den geschichtlichen Abriss zur Bier-Produktion in Japan anbelangt, so geht laut der Brewers Association of Japan der Ursprung der japanischen Braukunst bis ins Jahr 1853 zurück. Dieses Jahrzehnt markiert zudem ein wichtiges für die japanische Geschichte, da die Öffnung des Landes durch das Auftauchen der amerikanischen Flotte vor der Küste Japans einen raschen gesellschaftlichen Wandel mit sich brachte. Der Japaner Kawamoto Koumin, der holländische Medizin studierte, vollbrachte das erste Test-Bräu nach Angaben in einem holländischen Buch. Die ersten Europäer trafen bereits 1543, die ersten Holländer 1600 mit dem Schiff Liefde ein.

Im Verlaufe der modernen Geschichte des japanischen Bieres machten Steuern es den Brauereien schwer, sich zu etablieren. Anfangs (1908) wurde der Produktion eine Mindestmenge von 180000 Litern abverlangt, was es kleinen Brauereien schwierig machte, eine Genehmigung zu erlangen. Erst durch den Ersten Weltkrieg konnte sich die Produktion durchsetzen, das Getränk damit in Asien ausweiten. Weltwirtschaftskrise und der Zweite Weltkrieg ebneten erst in der Nachkriegszeit den Weg zur Gründung der Brewers Association of Japan und dem weiteren Siegeszug der japanischen Braukunst durch wachsende Nachfrage in den Jahren des wirtschaftlichen Wachstums zwischen 1955 – 1965.

Suntory, eine der führenden japanischen Brauereien, hat ihre Geschichte in einer Timeline parat, die auch ansehnlich gestaltet ist.

Erinnerungsvermögen im alkoholischen Kontext

Vom Schreiben bekomme ich gerade schon Durst, der sich aber noch bis heute Abend hinhalten lassen muss. Mal schauen, wie ich bis dahin mit der Slideshow vorankommen werde, die einige Punkte mehr widerspiegelt. Bis dahin unterbreche ich an dieser Stelle für eine kleine Musikpause.

(Quelle: YouTube | Die Toten Hosen: Bis zum bitteren Ende)

Gesellschaftliche Anlässe zum Trinken gab es auch in Japan regelmäßig. Mit den Studenten und Kollegen herrscht an der Universität ein enges Zusammensein auch im Rahmen diverser Freizeitaktivitäten. „Druckbetankung“ durch zeitlich befristete Reservierungen in Lokalen, die größere Gruppe beherbergen können, sind eher die Regel als die Ausnahme. Viele eben dieser bieten im Rahmen der Zeit oft eine „All you can drink“ Variante zu einer Menü-Auswahl an.

Überwiegend sind bei Gelegenheiten dieser Art große Literflaschen am Tisch, die untereinander aufgeteilt werden. Höflich wird während der Gelage gegenseitig nachgeschenkt. Letzten Endes bekommt man im Laufe des Abends nicht mit, wie viele Gläschen Bier man denn nun schon intus hat. Das Glas vor einem ist immer voll.

Oftmals findet in der zweiten Runde dann gemeinsames Aufsuchen eines weiteren Lokals, beliebt ist auch die Variante des gemeinsamen Karaokesingens. Viele scheiden aufgrund Betrunkenheit und / oder längerer Heimwege nach der ersten Runde aus, die meist 2-3 Stunden dauert. Das ich oft schon vor Mitternacht wieder Hause war, erstaunte mich anfangs häufig.

Natürlich gibt es auch frisch gezapfte Biere, die in gekühlten Gläsern serviert werden, woran ich mich erst gewöhnen musste. Ein schönes Bespiel aus aus einem Selbstbedienungsrestaurant findet ihr hier.

Ein paar grundliegende Informationen

Nun gut, das war dann eben auch meine erste Erfahrung mit Slideshare. Das es so keinen Zugriff auf Hyperlinks geben wird, auch die wenigen Animation nicht mit abspielbar sein werden, war mir nicht klar. Zu späterem Zeitpunkt füge ich die Links noch hier ein, falls Interesse an der .pptx besteht, finden wir einen Weg.

Veranschaulichter Genuss

Das beeindruckende Video zum Abschluss widmet sich einem Bier aus dem Hause Sapporo Holdings. Hier wird mit japanischer Geschichte und Mythen kokettiert. Angefangen vom reinen Wasser aus den japanischen Alpen, hin zu diversen Produktionsschritten im Brauprozess bis zum Genuss des Bieres im Diesseits. Einen Eindruck von der Produktion kann man über das Making-of unter YouTube ebenso erhalten.

Ich verabschiede mich an dieser Stelle und sage 乾杯! | かんぱい (kanpai: Prost! / Prosit!). Viel Spaß noch beim #scry16!

Wen es noch immer nach Information dürstet, der kann sich an dieser Stelle noch weiterführend über den Biergenuss in Nordrhein-Westfalen schlau machen.

 

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